14. April 1990

Fidrmuc HochzeitsfeierEs gibt einen Grund, warum ich ausgerechnet diesen Sommer angefangen habe, mich mit den Briefen meiner Großmutter zu beschäftigen. Die Linie der Fidrmucs in meiner Familie hat einen bekannten Spion der Abwehr hervorgebracht, über den Anfang Juni 2014 der Spiegel berichtete. In einem Brief von 1990 schrieb Ilse, die Schwester meines zu diesem Zeitpunkt bereits verstorbenen Großvaters Helmut, meiner Großmutter Sophia über ihre Erinnerungen an die Fidrmucs. In dem Briefauszug geht es um eine Anekdote über die Gattin von Paul Fidrmuc.

Dann der 2. Sohn vom Onkel Georg, das war der berühmte Vetter Paul. Der hatte die dänische Frau, Rigmor mit Namen. Die hatten nur einen Affen, den sie auf allen Reisen mitnahm. Das erstemal sah ich sie, da waren sie auf Hochzeitsreise in Indien (Anmerkung von mir: Vermutlich Italien), sie war eine Puppe, lag im Bett als wir mit unsrer Mutter durch Lundenburg ein paar Tage unsere Urlaubsreise nach Italien unterbrachen. Rigmor lag im Bett, weil sie Bauchschmerzen hatte und spielte mit ihrem Affen. Ja, der Paul war Journalist, während dem Krieg hat er für Canaris gearbeitet immer auf gewagten Posten. Nach dem Krieg waren wir alle auf einem Familientreffen, da sah ich den Paul mit seiner Dänin wieder. Da waren die Bittners, die Tills, die Fidrmucs mit allen Nachkommen. Paul lebte dann in Portugal, teils Spanien. Er starb an Krebs. Seine Frau bald darauf.

Ein Gedanke zu „14. April 1990

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